Freitag, 1. Februar 2013

Riegelverkostung - Drifter

Was steht drauf: "Crispy Wafer dipped in chewy caramel & covered in chocolate"

Hüftgoldfaktor: 131 Kalorien pro Einzelriegel (also x2)

Erster Eindruck: In Format der Verpackung und Aussehen der Einzelriegel stark an Raider (ja, Raider!) erinnernd. Die Einzelriegel weisen lediglich etwas stärker konturierte Kanten und eine detaillierter strukturierte Oberfläche auf als Raider. Olfaktorisch nur bei extremer nasaler Annäherung wahrnehmbar. Das Design der Verpackung ungewohnt oldschoolig, ohne moderne Glitzer- oder Metalliceffekte.

Mundhaptik: Drifter verhält sich ziemlich genau so, wie ein etwas verschlankter Kern eines Lion-Riegels in Schokohülle (also auch ohne die typischen Cereal-Spheroide, die Lion seine unregelmäßige Oberfläche geben). Das heißt, der Abbiss ist zäh-knusprig, aber nicht bröselig. Man muß den Korpus also ganz durchbeißen, er bricht nicht ab einer bestimmten Bisstiefe von selbst ab. Mundhaptik und Kaugefühl ist ebenfalls so, wie man es bei einem auf den Kern reduzierten Lion erwarten würde. Also leichtes Knuspern durch dünne Waffelscheiben gepaart mit perfekt abgestimmter Karamell-Zähigkeit (das englische "Kauigkeit" trifft es besser, weil es nicht so negativ klingt nur leider im Deutschen noch nicht existiert: bis jetzt). Sehr angenehm: aus Freude am Kauen.

Geschmack: Das Fachwort an dieser Stelle dürfte "schmackofatz" lauten. Wenig überraschenderweise setzt sich die Analogie zum hypothetischen Lion-Kern auch beim Geschmack fort. Wer Lion mag, wird also auch Drifter schätzen. Mir gefällt es sogar noch eine Idee besser, weil die Bissen mundlicher sind und sich durch das besser balancierte Verhältnis von Oberfläche (Schokolade) zu Volumen die Schokolade etwas pointierter im Gesamtgeschmacksbild in Szene setzen kann.

Fazit: Der "Drifter", den man in etwa mit "Bummler" übersetzen, sich aber auch als Erinnerung an populationsgenetische bzw. geophysische Konzepte gefallen lassen könnte, hat mich, der ich ein Freund des Lion-Riegels bin, überzeugt und froh gemacht. Das braucht Deutschland jetzt!




Und hier präsentiert Charlott das Produkt:


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